rar gibt’s auch für Linux.

Anwender, die gelegentlich noch Windows benutzen, werden sicherlich wissen, daß WinRAR sich einer gewissen Beliebtheit erfreut. Wenn man, so wie ich, sogar in Besitz einer Lizenz ist, kann man die “Vollversion” auch unter Linux nutzen.

Vorteil der Sache: Naja, muss man nicht wirklich erwähnen, oder? RAR ist und bleibt mein Favorit, was die Kompression von Multimedia- und Office-Dateien betrifft. Die Einrichtung ist ein Kinderspiel, die Bedienung sowieso. So geht’s:

RAR für Linux gibt’s unter http://www.winrar.de/html-ger/download/dl-dosrar.htm als gezptes Tarfile zum sofortigen Auspacken & Glücklichsein. Installation ist nicht nötig, einfach die binaries in /bin oder /sbin kopieren, ausführbar machen (chmod 755) und fertig.
Wenn schon eine Lizenz erworben wurde (kommt in Form einer Textdatei namens rarreg.key) kopiert man die in das eigene Heimatverzeichnis. Ansonsten funktionieren einige der Komfort-Funktionen nicht, packen und entpacken funktioniert aber immer.

Grundsätzlich ist rar damit funktionell. Da wir’s aber ganz gerne komfortabler hätten, erstellen wir uns nun eine .rarrc-Datei in /etc mit folgendem Inhalt:

#
# RAR defaults
#
# switches:
#
# -av add authenticity info (registered version only)
# -m3 use normal compression (-m5 : best but not useful)
# -md4096 4096kB Dictionary Size (improves compression ratio)
# -ms don't compress archives files (.zip, .jpeg, .gz, ... )
# -ol only copy symlink, not file itself
# -ow preserve owner and group info in archived files
# -r add files/dirs recursively
# -rr2p use 2% of archive for recovery information
# (-psecret) use 'secret' as password for archive
# -ri[0...15] use priority xx, where 0=lowest, 15=highest,
# 1= lowest possible
# -s create solid archive (slow on changes)
# -t test created archive after compressing
# -w [dir] set workdir to [dir], useful if you run out of space
#
switches=-av -m3 -md4096 -ms -ol -ow -rr2p

Das sorgt dafür, das man die Parameter , die in der letzten Zeile der Datei stehen, nicht jedes Mal beim Packen mit angeben muss.

Fortan packt man eine Datei / ein Verzeichnis mit einem einfachen Aufruf:

rar a ziel.rar quelle

Entpacken geschieht äquivalent mit

rar e quelle.rar ziel

Natürlich gibt es noch tonnenweise weitere Parameter, aber für einen ersten Schnelleinstieg sollte diese Einführung reichen.


Über diesen Beitrag


  1. Doomshammer 8.12.2006 / 13:26

    Ich wuerde unter *nix lieber tar nutzen. tar ist auf jedem *nix System installiert und muss nicht nachtraeglich eingespielt werden. Und was ist, wenn man ein RAR-File unter SunOS entpacken will?

  2. Gregor 8.12.2006 / 13:47

    Doomy, aber es geht darum, wenn man z.B Files von einer aelteren Windows Version hat oder Kollegen einem etwas in diesem Dateiformat schicken, sollte man einen Rar ent-/Packer bereit haben :)

  3. OJay 8.12.2006 / 14:02

    Doomy, klar gibt’s tar und das ist auch gut so. Aber ich wollte hier auch keinen Glaubenskrieg ausbrechen lassen. Es gibt ja auch noch arc und lha oder wasweissich… Jeder, wie er’s mag/braucht/will :)

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